1. Oktober 2026 3 Min. Lesezeit
Es gibt Zutaten, die man nicht bestellt — man holt sie. Jeden Herbst setzt sich Marco ins Auto und fährt über den Gotthard ins Piemont, zu einem Trüffelsucher, den die Familie seit über zwanzig Jahren kennt.
Der weisse Alba-Trüffel lässt sich nicht kochen. Man hobelt ihn roh, im letzten Moment, über etwas Warmes und Zurückhaltendes: hausgemachte Tagliolini nur mit Butter, ein Risotto, ein weich gegartes Ei. Alles andere würde ihn übertönen.
Während der Settimana del Tartufo steht er auf einer eigenen kleinen Karte. Solange die Saison reicht — und das entscheidet nicht der Kalender, sondern der Wald.



